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Entsäuerung im Frühjahr bringt den Körper in Schwung

Warum ist eine ausgeglichene Säure-Basen-Balance so wichtig?


Wie empfindlich unser Körper auf Temperaturschwankungen reagiert, ist bekannt: Kühlt der Körper unter 30° ab oder erhitzt er sich über 41°, wird das schnell lebensbedrohlich. Nicht viel anders reagiert unser Organismus auf kleinste Schwankungen im ph-Wert. So darf das Blut weder zu sauer noch zu basisch werden, um unseren Stoffwechsel am Laufen zu halten. Bewegt sich der pH-Wert zwischen 7,36-7,42, arbeiten die unzähligen Enzyme in unserem Körper am besten und werden die Zellen in Muskeln und Organen mit allen essentiellen Stoffen versorgt.


Doch unser moderner Lebensstil unter Stress und Zeitdruck und die Ernährung im Alltag führen häufig dazu, dass wir unseren Organismus mit Säuren überlasten. Zum Glück ist unser Körper stets um Ausgleich bemüht. Komplexe Regulationsmechanismen halten den pH-Wert des Blutes nahezu konstant. Säuren, die der Körper nicht binden kann, werden über die Atemluft, den Urin oder die Haut ausgeschieden.

Eine andauernde Säurebelastung des Organismus hat trotzdem Folgen: Der ständige Kraftakt, die Übersäuerung auszugleichen, führt zu steigenden Cortisol-Spiegeln und Mineralstoffmangel. Und das ist wiederum häufig die Ursache für Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche oder gereizte Stimmung „ich bin sauer“! Auch Kopfschmerzen, Haarausfall, Osteoporose, Akne, Ekzeme, Allergien, Harnwegsentzündungen, Arthritis und Arthrose sowie verminderte körpereigene Abwehrkräfte sind mögliche Folgen. Weiterhin werden entzündliche und bakterielle Empfindlichkeiten begünstigt.


Ist Ihr Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht?

Es sind nicht etwa sauer schmeckende Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, die zur Übersäuerung des Körpers führen. Was uns zu schaffen macht, sind Nährstoffe, die vom Stoffwechsel zu sauren Endprodukten abgebaut werden. Ein wichtiges Beispiel sind tierische Proteine, die in Fleisch, Eiern oder Milch enthalten sind. Obst und Gemüse – auch saures – sind die Gegenspieler: Da sie viele Mineralien enthalten, sind sie basenbildend.

Auch sportliche Höchstleistungen, Bewegungsmangel oder Stress können die Balance zwischen Säuren und Basen aus dem Gleichgewicht bringen. Die meisten Genussmittel wie Tabak, Alkohol oder Kaffee machen ebenfalls „sauer“.


Wie viel Säure muss Ihr Körper ausgleichen?

Sie möchten genau wissen, mit wie viel Säure Ihr Organismus Tag für Tag kämpft? Da der Organismus einen Teil der Übersäuerung über den Urin ausleitet, können Sie den Status Ihres Stoffwechsels bequem zu Hause testen.

Dafür messen Sie ganz einfach den pH-Wert Ihres Urins. Allerdings schwankt die Säurebelastung ständig, da sie von so vielen verschiedenen Einflussfaktoren abhängt. An Tagen, an denen Sie viel Sport treiben, ist die Säurebelastung eine andere wie an reinen Schreibtischtagen. Auch was Sie gegessen und getrunken haben wirkt sich – mit einer Zeitverzögerung – auf den pH-Wert Ihres Urins aus. Um das Ungleichgewicht in Ihrem Stoffwechsel wirklich beurteilen zu können, benötigen Sie daher mehrere Messungen über den Tag verteilt – die Sie an verschiedenen Tagen wiederholen. Aus diesen Werten ergibt sich Ihr Säure-Basen-Tagesprofil, das ungefähr so aussieht:

Die Teststreifen erhalten Sie hier in der Praxis oder vom Apotheker


Eine basen-betonte Ernährung, die richtige Portion Bewegung und ein zurückhaltender Umgang mit Genussmittel ist ein guter Anfang, um seinen Säuren-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen.

· Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum bei warmen Mahlzeiten und greifen Sie in der Kantine oder

im Supermarkt öfter zu vegetarischen oder veganen Gerichten. Ideal: Regelmäßig selbst kochen

mit frischem Obst und Gemüse.

· Ersetzen Sie den Käse- und Wurstbelag fürs Brot durch leckere, vegane Pasten.

· Trinken sie täglich etwa 1,5 - Liter Stilles Wasser

· Tauschen Sie den Kaffee zum Aufwachen mit einem belebenden Kräutertee/Basentee

· Bauen Sie Bewegung und Entspannung in den Alltag ein: Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit,

gönnen Sie sich einen kurzen Waldspaziergang in der Mittagspause und ein basisches

Entspannungsbad am Abend.

· Statt einem Bier oder einem Glas Wein zur Entspannung lieber einen Tee, der von innen wärmt.

· Unterstützen Sie Ihren Körper durch die Einnahme von Säurebindern (z. B. potenzierte

rechtsdrehender Milchsäure (Acidum L(+)-lacticum) und erleichtern Sie ihm die Ausleitung der

Säuren. Die homöopathische Behandlung erfolgt in Form von Tabletten, Tropfen oder

Injektionen.

· Des Weiteren gibt es basische Produkte die Ihren Organismus durch eine verstärkte

Entsäuerung, Ausleitung und Remineralisierung unterstützen. Sie können sowohl einzeln als

auch in Kombination zum optimalen Säureausgleich eingesetzt werden:

o Basenkuren z. B. Basasan/Spengler oder Jentschura mit Vitalkapseln oder Wurzelkraft,

inklusive

o Basenbad zur Entsäuerung + Ausleitung über die Haut.

Ein warmes Wannenbad hilft generell Stress abzubauen. Das Basenbad kann weit mehr:

Es trägt aktiv zur Entsäuerung bei. Die verschiedenen enthaltenen Salze und natürlichen

Mineralien verändern den pH-Wert des Badewassers auf basische 8,5 - 9,5. Es besitzt die

optimale Alkalität des Fruchtwassers einer werdenden Mutter. Durch Osmose wird damit

der natürliche Entsäuerungsprozess über die Haut angekurbelt. Das stärkt auch die

Selbstheilungskräfte der Haut und macht sie weich und geschmeidig. Verschiedene

Edelsteine gehören zu den besonderen Inhaltsstoffen des Badezusatzes.

Therapiebegleitend empfiehlt es sich auch bei Neurodermitis und Psoriasis. Auch bewährt

es sich bei Rückenschmerzen, Muskelkater und Verspannungen.

Je länger die Badezeit, umso wirkungsvoller ist das Basenbad. Auch ist es für die

Kinderpflege bestens geeignet.

Sollten Sie keine Zeit für ein Vollbad haben, weichen Sie aus auf Basische Fußbäder. Durch

die darin enthaltenen Vitalstoffe kann auch das Problem ,,Schweißfüße" oft schnell behoben

werden. Bei Krampfadern empfiehlt sich für das basische Fußbad eine Temperatur von 25" -

28"C. Je größer der Schweregrad der Krampfadern, desto niedriger sollte die Temperatur

des Fußbades sein. Nutzen Sie dafür 30 Min. Zeit des Fernsehens oder des Lesens.

Unterstützend wirken bei Fuß- und Vollbädern Bürstenmassagen. Alle 1O Minuten wird in

Ausscheidungsrichtung gestrichen. Die Hautdurchblutung wird dadurch angeregt, die

einzelnen Poren öffnen sich, und die Ausscheidungsfähigkeit der Haut wird gesteigert. Es

wird in Richtung Zehen- und Fingerspitzen, zu den Achselhöhlen und zum Uro-Genital-

Bereich hin gebürstet. Möglich sind auch gezielte Wickel oder Umschläge, basische

Strümpfe oder lnhalationen.

o Basen-Kräutertee

Tee ist generell gesünder als die meisten anderen Genussmittel. Der basische Kräutertee

enthält u. a. Fenchel, Zitronengras und Anis, ist reich an Mineralien und antioxidativen

Flavanoiden. Wohlschmeckend sorgt er zusätzlich für eine natürliche und sanfte

Entsäuerung. Gönnen Sie sich ruhig öfter eine kleine Auszeit mit einer Tasse Basen-

Kräutertee. Beginnen Sie mit 2 Tassen am Vormittag und steigern bis zu einem Liter täglich.


Schüssler-Salze Basenkur


Schüssler-Fans können folgende Kur anwenden:

• Nr. 8 Natrium chloratum – Flüssigkeitshaushalt, Niere

• Nr. 9 Natrium phosphoricum – Säureabbau

• Nr. 10 Natrium sulfuricum – Leber, Darm

• Nr. 23 Natrium bicarbonicum – Leber, Bauchspeicheldrüse


Exkurs: Organe im Säure-Basen-Haushalt

• Für den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid mit der Umwelt ist die Lunge zuständig.

• Der Transport erfolgt über das Herz-Kreislaufsystem, bestehend aus Herz, Blut und Gefäßen.

• Ebenfalls eine Rolle im Säure-Basen-Haushalt spielt die Ernährung. Bemerkenswert ist

insbesondere der Magen, der aus Kohlendioxid via Kohlensäure Protonen zur Säuerung des

Magenlumens und Bikarbonat für die Exkretion durch Pankreas bereitstellt.

• Die Nieren sind ein wichtiges Ausscheidungsorgan, das alle nicht flüchtigen Säuren oder auch

Basen ausscheiden kann. Dadurch kann ein Einfluss auf die Zusammensetzung der Puffer im

Körper genommen werden.

• Als Stoffwechselzentrale ist die Leber auch für den Energiestoffwechsel und die Aufnahme von

Nährstoffen aus dem Darm wichtig. Da alle Organe aus Zellen bestehen, die Energie benötigen,

hat der Zellstoffwechsel und damit jedes Organ einen Einfluss auf den Gehalt an Bikarbonat und

Kohlendioxid. Die Mengen an Natrium, Kalium und anderen Mineralien werden zum einen

durch die Ernährung und die Resorption im Darm bestimmt und auf der anderen Seite über die

Ausscheidung durch Nieren und im Schweiß. Der Laktatabbau erfolgt zu einem kleinen Teil im

Herz, ein anderer Teil kann über die Nieren ausgeschieden werden, aber nur in dem Fall, dass

die Laktatkonzentration im Blut über etwa 2 mol/l liegt. Die Skelettmuskeln können etwa 30 %

des Laktats abbauen, das bei intensiver sportlicher Belastung gebildet wird, aber der größte Teil

des Laktatabbaus findet in der Leber statt.


Wann ist eine Entsäuerung oder Ausleitung sinnvoll?

Entsäuerung und Ausleitung entlasten den Organismus nachhaltig und stellen außerdem die effektivste Form der Prävention dar, da die Reaktionslage im Zwischenzellmilieu über Gesundheit oder Krankheit maßgeblich mitentscheidet. Eine Entsäuerung/Ausleitung empfiehlt sich zur Therapievorbereitung bei Allergien, Hauterkrankungen, sämtlichen chronischen Erkrankungen, nach Einnahme belastender Arzneimittel, bei Schwermetallbelastung sowie vorbeugend als ein- bis zweimalige Kur pro Jahr. Ich helfe Ihnen gerne weiter, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat zum Thema Entsäuerung und einer eventuell anschließenden Ausleitung benötigen.









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